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Fachbegriffe

Was verstehen wir unter einer psychosomatischen Behandlung?
Im Prinzip geht es in einer psychosomatischen Behandlung darum, gemeinsam mit Ihnen zu erforschen, ob und in welchem Ausmaß bei Ihren körperlich-seelischen Beschwerden eine Überforderung durch äußere und/oder innere Belastungen eine Rolle spielt und welche äußeren und/oder inneren Maßnahmen (Entlastung, spezifische medizinisch-therapeutische Behandlungen, Entwicklung von Verhaltensweisen und Einstellungen, die den Belastungen angemessenerer sind usw.) Ihnen und Ihrer Familie helfen könnten, sich wohler und gesünder zu fühlen.

Eine psychosomatische Behandlung erfolgt in einem organisatorischen und zeitlichen Rahmen, den wir sorgfältig mit Ihnen in einem ambulanten Vorgespräch auf die Anforderungen Ihres Krankheitsbild und Ihre Lebensbedingungen und Ziele abstimmen. Die Rhein-Klinik bietet in fünf Abeilungen unterschiedliche, auf die verschiedenen Krankheitsbilder abgestimmte Behandlungen an. Das ambulante Vorgespräch ist dazu da, uns mit Ihrem Krankheitsbild und Sie mit unseren verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vertraut zu machen, um dann gemeinsam Therapieziele und -wege zu erörtern, wie Ihre Beschwerden am sinnvollsten behandelt werden sollten.

Wir arbeiten nach einem integrativen psychosomatischen Konzept. Gesundheit und Krankheit entstehen nach unserem Verständnis durch das Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und familiärer und sozialer Umwelt. Neben den bewährten Behandlungsmethoden der somatischen Medizin mit physikalischer und medikamentöser Therapie arbeiten wir psychotherapeutisch nach einem psychoanalytisch-systemisch-verhaltenstherapeutischen Ansatz.

Was bedeutet dies für Sie?

Wir erforschen mit Ihnen, wie Sie mit Ihren Beschwerden, Belastungen, Konflikten, Gefühlen, Bedürfnissen, Beziehungen, Pflichten aufgrund Ihrer Lebenserfahrungen umgehen. Dabei leitet uns die Frage, ob Ihre Erkrankung nicht auch ein Signal Ihres Körpers oder Ihrer Seele sein könnte, dass Sie in Ihrem Leben zur Zeit wesentliche Bedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigen, sei es aktiv, indem Sie diese Bedürfnisse nicht wahrnehmen oder zum Ausdruck bringen sei es passiv, indem Sie sich nicht ausreichend gegen Dinge, die Ihnen nicht gut tun, abgrenzen oder zur Wehr setzen.

Je nach den Erfordernissen Ihres Krankheitsbildes kommen psychoanalytische, systemische und verhaltenstherapeutische Behandlungskonzepte zum Einsatz.

Ohne jetzt theoretisch zu sehr ins Detail zu gehen, bedeutet:

  • psychoanalytisch: dass der Akzent gelegt wird auf die Erforschung Ihrer lebensgeschichtlich bedingten Gefühlswelt, Ihrer Bewältigungsmuster, ihrer äußeren und inneren Konflikte, Ihrer Werte und Ideale, Ihrer Einstellungen sich selbst, Ihrem Körper und Ihren Mitmenschen gegenüber, um herauszufinden, wo Sie vielleicht unbewußt zu Ihrem Problem oder Symptom beitragen(z.B. in dem Sie sich entsprechend innerer überhöhter Ansprüche ständig überfordern oder auch in dem Sie aufgrund lebensgeschichtlich bedingter Ängste bestimmten Konflikten ausweichen, die sie dann chronisch zermürben) , und natürlich, wie Sie eine für Sie positive Entwicklung in Gang setzen können (Therapieform: Einzelgespräche und/oder Gruppentherapien)
  • systemisch: dass der Akzent gelegt wird auf die gemeinsame Erforschung des „Systems“ in dem Sie leben - Ihre Familie oder Ihre Berufswelt - um herauszubekommen, wie eine - möglichst für alle Beteiligten - bekömmliche Entwicklung aussehen könnte (Therapieform: Paar- oder Familiengespräche)
  • verhaltenstherapeutisch: dass der Akzent gelegt wird, auf eine Erforschung der Verhaltensweisen, die zu Ihrem Problem beitragen, natürlich mit der Fragestellung, welche Verhaltensweisen zu einer Lösung beitragen könnten (z.B. durch Verhaltenstraining oder Expositionstraining).

In den Behandlungsteams arbeiten Ärzte, Psychologen, Spezialtherapeuten für Musik-, Kunst- und Körpertherapie, Physiotherapeuten, Krankenpfleger und Sozialarbeiter mit Ihnen.

Unser Anliegen ist es, Ihnen ein Höchstmaß an professioneller Kompetenz für Ihren Gesundungsprozess und die Lösung Ihrer Probleme zu bieten. Die Ärzte sind zum großen Teil Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychiatrie oder Psychiatrie und Psychotherapie und verfügen über eine spezielle psychotherapeutische, psychoanalytische, systemische oder verhaltenstherapeutische Ausbildung. Dies gilt auch für die psychologischen Psychotherapeuten. Die Spezialtherapeuten sind in anerkannten Instituten in konzentrativer Bewegungstherapie, Musiktherapie und Kunststherapie ausgebildet. Die Physiotherapeuten arbeiten mit speziellen – teilweise in der Rhein-Klinik entwickelten – psychosomatischen Verfahren.

Unser speziell ausgebildetes Pflegepersonal – viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegebereichs sind Fachpfleger für Psychiatrie und Psychotherapie – arbeitet mit einem psychosomatischen Pflegekonzept, das den körperlichen und seelischen Bedürfnissen der Patienten Rechnung trägt.

Eine sorgfältige interne und externe Qualitätssicherung durch Supervisionen und Auswertung einer anerkannten Basisdokumentation (PSY-BaDo) gewährleistet eine sich ständig der Entwicklung anpassenden Qualität unserer Arbeit.