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Konzentrative Bewegungstherapie

Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) wird seit über 20 Jahren als körperbezogene psychotherapeutische Methode erfolgreich in der Rhein-Klinik angewandt. Sie wird vorwiegend als Gruppentherapie angeboten. Die KBT-Therapeutinnen haben differenzierte Angebote für verschiedene Krankheitsbilder entwickelt. Methodenspezifische Supervision und Fortbildung sowie die Teilnahme an Forschungsstudien garantieren eine hohe Qualität der Arbeit und beständige Weiterentwicklung des therapeutischen Angebots.

KBT-Forschungswerkstatt
Seit 2004 findet zu Jahresbeginn in der Rhein-Klinik die KBT-Forschungswerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT) statt. Dort diskutieren KBT-Kollegen aus Deutschland und Österreich mit namhaften Experten über Forschungsergebnisse in der KBT sowie laufende Forschungsprojekte. Die nächste KBT-Forschungswerkstatt wird am 17./18.2.2017 in Bad Honnef stattfinden.

Wie arbeitet die KBT?
Die Angebote der KBT gehen von der bewussten Körperwahrnehmung im Hier und Jetzt aus. Eigene Bewegungen, Körperempfindungen und andere sinnliche Eindrücke verbinden sich im Erleben mit Gefühlen, Wünschen und Erinnerungen, die dann sprachlich formuliert und/oder in Bewegungen ausgedrückt werden können. Die Angebote der KBT beziehen sich auf

  • die Arbeit an der Körperwahrnehmung in Ruhe oder in Bewegung. Ziel ist eine intensivere und differenzierte Körperwahrnehmung, um sich im Körper „zuhause“ fühlen zu können.
  • die Arbeit mit Gegenständen (Steine, Hölzer, Bälle, Seile, Stäbe etc.) und deren realer wie symbolischer Bedeutung. Das Spiel mit Gegenständen kann helfen Spannungen abzubauen und Kontakt zu anderen zu finden. Mit Hilfe von Skulpturen aus Gegenständen lassen sich zwischenmenschliche Verhältnisse (Familie, Arbeitssituationen) verdeutlichen und besser begreifen.
  • die Arbeit mit einem Gegenüber (Therapeutin oder Gruppenteilnehmer) im Zusammenhang mit Themen wie Nähe/Distanz, Selbstbehauptung, Abgrenzung, Berührung und Ausdruck von Gefühlen.

Im Anschluss an einen Erlebnis- oder Übungsteil werden die Erfahrungen im Gespräch ausgetauscht und bearbeitet. Dabei geht es um die Klärung der eigenen Wahrnehmung, die Einordnung des Erlebten in die persönliche aktuelle Lebenssituation oder die Lebensgeschichte.

Literatur zur Konzentrativen Bewegungstherapie

  • Evelyn Schmidt (Hrsg.): Lehrbuch Konzentrative Bewegungstherapie. Grundlagen und klinische Anwendung. Schattauer Stuttgart New York 2006
  • Ulrike Schmitz, Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) zur Traumabewältigung. Ein handlungsorientierter Ansatz. Vandenhoeck &Ruprecht Göttingen 2004
  • Christine Gräff, Konzentrative Bewegungstherapie in der Praxis. Hippokrates-Verlag, 3. überarbeitete u. erweiterte Auflage. Stuttgart 2000

Therapeutinnen

Andrea Balcerzak
Diplom-Psychologin, KBT-Therapeutin
Schwerpunkte: Gruppentherapie, KBT bei Schmerzerkrankungen

Barbara Gierden-Charura
Diplom-Sozialpädagogin, KBT-Therapeutin
Schwerpunkte: Interaktionelle Gruppentherapie, Behandlung von Schmerzpatienten und traumatisierten Patienten

Elisabeth Heimann
Diplom-Sozialpädagogin (speziell Sport- und Freizeit), KBT-Therapeutin
Schwerpunkte: KBT bei psychosomatischen Erkrankungen im Alterungsprozess, KBT zur Traumabewältigung

Karin Schreiber-Willnow
Dr.rer.medic, Diplom-Mathematikerin, KBT-Therapeutin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Rhein-Klinik
Schwerpunkte: Gruppentherapie, Forschungsprojekte zur KBT und Gruppentherapieforschung